Unser Honigsortiment aus Guatemala, Chile,  Mexiko und Deutschland

   Herkunftsländer  Öko? Logisch!  Transfair  Honigsortiment  Bioland-Honig


 

Honigkonsum in Deutschland

Pro Person essen wir im Durchschnitt 1,4 Kilogramm Honig im Jahr. Damit sind die Deutschen in Europa führend. Rund 80 Prozent des Honigs werden impor­tiert und nur 20 Prozent im Inland produziert.

Woher kommt die Honigbiene?

Die Honigbiene kommt wohl ursprünglich aus Indien. So heißt „Honig” in der indischen Sprache Sanskrit „madhu”, im Griechischen „methu” und im Angelsächsischen „medu”. Bei uns heißt der Honigwein bis heute „Met” und im Französischen der Honig „miel”. Das Wort „Honig`” leitet sich vom althochdeutschen Wort „honang” ab, das „der Goldfarbene” bedeutet.

Honigqualität

„Honig ist eine süße Substanz, welche die Honigbienen aus dem Blütennektar und/oder von Ausscheidungen von auf Pflanzen lebenden Insekten sammeln, verändern, mit bestimmten spezifischen Stoffen vermengen und in den Waben des Bienenstockes aufbewahren.” So lautet die Definition der Welternährungsorganisation FAO. In der deutschen Honigverordnung werden die Qualitätsstandards festgelegt, zum Beispiel was ein Blütenhonig ist und wie die Beschaffenheit sein muss. Blütenhonig ist demzufolge ein „überwiegend aus Blütennektar stammender Honig”. Alle gepa-Honigsorten erfüllen selbstverständlich die gesetzlichen Anforderungen. Dies sind wichtige Qualitätsmerkmale von Honig:

HMF-Wert (Hydroxymethylfurfural)
An diesem Stoff können Lebensmittelchemiker erkennen, wie naturbelassen ein Honig ist. Frisch geschleuderter und kühl gelagerter Honig enthält nur sehr wenig HMF. Mit anderen Worten, je geringer der HMF-Wert ist, desto frischer ist der Honig. Während die deutsche Honigverordnung bis zu 40 mg HMF pro Kilogramm erlaubt, lässt der Deutsche Imkerbund nur 15 mg zu. Der Richtwert der gepa liegt bei 10 mg bei Verschiffung des Honigs.

Kaltgeschleuderter Honig
Nur wenn ein Honig weniger als 20 mg HMF pro Kilogramm enthält, darf er laut Honigverordnung als „kaltgeschleudert” bezeichnet werden.

Wassergehalt
Je weniger Wasser ein Honig enthält, desto länger lässt er sich lagern und desto intensiver ist der Geschmack und das Aroma. Zwar ist laut Gesetz ein Wassergehalt von 21 Prozent erlaubt, doch der Richtwert der gepa liegt hei maximal 18,5 Prozent.

Kristallisation
Dabei handelt es sich um einen natürlichen Prozess, das heißt fast, jeder flüssige Honig kristallisiert nach einigen Monaten. Dies kann durch vorsichtiges Erwärmen (350C bis 400C) rückgängig gemacht werden.

Sortenhonig (Trachtenhonig)   Jeder Honig, der überwiegend von einer Tracht (Blüte oder Honigtau) stammt, wird Sortenhonig genannt. So bietet die gepa zum Beispiel die Sortenhonige Valdivia Ulmo, Orangenblütenhonig und Flor de Acahual an.

Enzyme Je mehr Enzyme in einem Honig sind, desto hochwertiger ist er. Diese Eiweißstoffe werden allerdings zerstört, wenn der Honig erhitzt wird oder längere Zeit über Zimmertem­peratur gelagert wird.

Backhonig Laut Honigverordnung ist dies ein Honig, der mehr als 40 mg HMF pro Kilogramm enthält und der sich vor allem zur Weiterverarbeitung zum Beispiel für Kuchen und Plätzchen eignet.

Lagerung
Damit Honig seine wertvollen Inhaltsstoffe über mehrere Jahre behält, lagert man ihn möglichst in einem trockenen, kühlen und dunklen Raum. Das Honigglas ist immer gut zu verschließen, da Honig Feuchtigkeit anzieht und geruchsempfindlich ist.

Kristallisiert oder flüssig

Wichtige Infos:
Naturbelassener Bienenhonig kristallisiert zum Teil sehr rasch, ein Vorgang, der die Qualität des Honigs nicht im Geringsten beeinträchtigt, sondern im Gegenteil von seiner Echtheit und Naturbelassenheit zeugt. Bereits kristallisierten Honig bringen wir ohne Wärmebehandlung in den Verkauf, einerseits, weil viele Kunden ohnehin eine festere Konsistenz bevorzugen, andererseits um dem empfindlichen Naturprodukt jede überflüssige Behandlung zu ersparen.

Für Kunden, die aus praktischen Gründen mehr oder weniger flüssigen Honig bevorzugen, haben wir zwei Empfehlungen:
1.  Kaufen Sie Waldhonig, Kastanienhonig oder Akazienhonig. Diese Sorten bleiben wegen ihres hohen Fruchtzuckeranteils relativ lange flüssig.
2. Wenn Sie kristallisierten Honig verflüssigen wollen, stellen Sie das Honigglas bis zum Deckel in ein maximal 40°C warmes Wasserbad. Auf diese Weise bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe des Honigs erhalten.

Honig – ein unnachahmliches Naturprodukt http://www.healthindex.de/ernaehrung/honig.php
Bereits seit Jahrtausenden wird Honig von den Menschen als natürliches Lebensmittel geschätzt. Im alten Ägypten war um 3000 v. Chr. ein Topf Honig so viel wert wie ein ganzer Esel, er galt als Speise der Götter. Und schon gegen 9000 v. Chr. wurden die Bienenjäger bei der Jagd auf den köstlichen Honig in steinzeitlichen Wandmalereien verewigt. Heute wie damals gilt: Honig ist ein reines Naturprodukt, das der Mensch so nicht nachmachen kann.

Wie wird Honig "gemacht"?
Honig wird von Bienen als Nahrungsvorrat produziert. Die Sammelbienen saugen Blütennektar oder Honigtau von Läusen mit ihrem Rüssel in ihre Honigblase. Im Stock wird der Inhalt der Honigblase an die Stockbienen übergeben, die ihn untereinander austauschen ihn also mehrfach aufsaugen und wieder herauslassen. Dabei wird die Flüssigkeit mit Enzymen aus der der Honigblase angereichert und der Wassergehalt wird reduziert. Schließlich wird die Flüssigkeit durch Fächeln mit den Flügeln weiter eingedickt, bis sie in Lagerzellen gebracht und mit einer luftundurchlässigen Wachsschicht überzogen werden kann.

Honigernte - Geben und Nehmen
Auf diese Weise macht das Bienenvolk überschüssige Nahrung haltbar und legt einen Vorrat an. Die Imker tauschen den Honig dann gegen eine Zuckerlösung aus. So kommen die Bienen gut über den Winter und die Menschen kommen in den Genuss goldgelben Honigs. Wobei die Farbe durchaus auch fast weiß, beige oder so dunkel sein kann, dass der Honig grünschwarz wirkt.

Mehr als Blütennektar
Abhängig ist dies vom "Rohstoff", den die Bienen verarbeiten, also vom Blütennektar oder Honigtau. Die dunklen Wald- und Tannenhonige zum Beispiel werden nicht aus Blütennektar erzeugt, sondern aus den zuckersüßen Ausscheidungen von Läusen, die auf den Bäumen sitzen. Es handelt sich dabei also um einen besonders "raffinierten" Honig, der schon einen Läusemagen passiert hat, bevor ihn die Bienen in den Saugrüssel bekommen.

Jede Menge Inhalt
Da Honig ein Naturprodukt ohne jegliche künstliche Zusätze ist, kann er auch einige Stoffe enthalten, die nicht so erfreulich sind. Ca. 0,5 % Blütenpollen beispielsweise, die bei entsprechend disponierten Menschen allergische Reaktionen hervorrufen können. Auch einige Bakterien können im Honig überleben, darunter Clostridium Botulinum. Dieses Bakterium kann bei Säuglingen zu Lähmungserscheinungen führen. Darum wird empfohlen, Kindern unter 12 Monaten keinen Honig zu geben. Danach ist die Darmflora so weit entwickelt, dass das Bakterium keinen Schaden mehr anrichten kann.

Warum wird Honig nun nicht einfach durch starkes Erhitzen sterilisiert um auf Nummer Sicher zu gehen? Weil so seine wertvollen Inhaltsstoffe zerstört würden. So kann man kristallisierten Honig durch Erhitzen zwar wieder verflüssigen, jedoch sollte man darauf achten, dass die Temperatur nicht über 40 °C steigt, um die wichtigen Enzyme im Honig zu erhalten.

Mehr als nur Nahrungsmittel
Auch äußerlich kann Honig wohltuend wirken. Durch seine leicht antibiotische und antiseptische Wirkung kann er auch bei der Wundversorgung eingesetzt werden. Er verringert Narbenbildung und wirkt entzündungshemmend.

Alles in allem ist Honig ein einzigartiges, gesundes Nahrungsmittel, dessen Zusammensetzung seit Jahrtausenden gleich geblieben ist. Wenn also das nächste Mal beim Frühstück im Freien eine Biene vorbeisummt, denken Sie daran, dass die fleißige Sammlerin wahrscheinlich dabei ist, den Honig zu sammeln, den Sie demnächst genießen.

Öko?Logisch

Bei der Produktion von Honig kann die ursprüngliche Vegetation genutzt werden: die Bienen leisten durch ihre Bestäubungstätigkeit einen positiven Beitrag in der Natur. Honige aus ökologischer Produktion müssen strengen Richtlinien entsprechen, deren Einhaltung durch regelmäßige Inspektion der Bienenstöcke und der gesamten Verarbeitungskette unabhängig geprüft und zertifiziert wird.

Bei der ökologischen Honigproduktion dürfen unter anderem die Bienenstöcke nicht in der Nähe von konventionell bewirtschafteten Flächen stehen; der Mindestabstand muss drei Kilometer betragen. Weiter entfernen sich die Bienen zur Honigsuche normalerweise nicht vom Stock. Die Bienen dürfen im Winter zudem nur mit Bio-Honig gefüttert werden und nur in Ausnahmefällen mit Bio-Zucker. Im Bienenstock dürfen selbstverständlich keine konventionellen Bienenbehandlungsmittel verwendet werden. Fairer Handel bedeutet für die gepa aber nicht nur konsequente Qualitätssicherung zum Schutz der europäischen Verbraucherinnen und Verbraucher, sondern in gleichem Maße die Verbesserung von Gesundheits- und Umweltverhältnissen der Honigproduzenten zum Beispiel in Mexiko.

Weiterverwendung der Honiggläser
Die Bügelgläser können hervorragend als Vorratsbehälter zum Beispiel für Mascobado Vollrohrzucker verwendet werden. Auch Imker in Ihrer Nähe sind meist dankbare Abnehmer für die gespülten Honiggläser. Ansonsten bleibt noch der Gang zum nächsten Altglasbehälter.

Transfair

Als größtes europäisches Fair Handelshaus und als Trendsetter im Fairen Handel wurde die gepa zum ersten Lizenznehmer von TRANSFAIR Deutschland. In diesem unabhängigen Verein sind circa 40 Initiativen und Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit vertreten (unter anderem Brot für die Welt, Misereor, Friedrich-Ebert-Stiftung, Verbraucherinitiative).

Als Pionier des Fairen Handels vertreibt die gepa - im Gegensatz zu anderen TRANSFAIR-Lizenznehmern - ausschließlich fair gehandelte Produkte (unter anderem Kaffee, Tee, Zucker, Kakao und Handwerksprodukte). Die gepa gibt immer wieder auch neuen und kleineren Produzentengruppen eine Chance, unterhält langfristige Handelsbeziehungen, bietet ihren Partnern umfassende Beratungsleistungen an und leistet nicht zuletzt durch Öffentlichkeitsarbeit einen wichtigen Beitrag hei der Verbreitung der Idee eines gerechten Nord-Süd-Handels.



Ein
wichtiger Gesichtspunkt Kontinuität
In den letzten Jahren zeigte sich, wie extrem die Honigpreise auf dem Weltmarkt schwanken können, abhängig vom weltweiten Honig-Angebot. Dies hängt von verschiedenen Faktoren ab, die die Imker meist nicht selbst beeinflussen können, wie eine schwankende Produktion auf Grund der Witterung. Deshalb sind für unsere Handelspartner die langfristige Abnahme, die mögliche Vorfinanzierung und die Kalkulierbarkeit des Preises von großer Bedeutung. Nur so lassen sich von der Kooperative langfristige Vorhaben wie der Bau eines eigenen Büros und Lagers, die Verbesserung der Bienenstöcke oder der Austausch der Königinnen verwirklichen.

Herkunftsländer unserer Honigsorten - Handelspartner

V 516 COADAP Guatemala         391 APICOOP Chile        V 601 Flor de Campanilla - Mexiko      509 V Kabi Tah - Mexiko

 

V 516 COADAP Guatemala   Honigsorte: Lacandona

Land: Amerika - Guatemala
Produkt: Honig

Das Land in Stichworten
Guatemala ist von der Fläche her nur das drittgrößte Land Mittelamerikas, mit rund 10,9 Millionen Einwohnern aber das bevölkerungsreichste in der Region. Mit einem Anteil von ca. 60 % stellen Indígenas, zumeist Nachfahren verschiedener Maya-Völker, die Bevölkerungsmehrheit. Auf der gesellschaftlichen Stufenleiter stehen sie dagegen ganz unten; die herrschende Elite setzt sich ausschließlich aus spanisch sprechenden Ladinos und Mestizen zusammen. Die Verleihung des Friedensnobelpreises an die Exil-Guatemaltekin Rigoberta Menchú hat die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen und die Diskriminierung der indianischen Bevölkerung in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit gerückt. Jahrzehntelang herrschte im Land de facto ein Machtkartell aus Militär und Großgrundbesitzern. Mit dem Aufkommen von Guerillabewegungen in den 60er Jahren entwickelte sich unter dem Deckmantel der ‘Aufstandsbekämpfung’ ein blutiger Staatsterror, unter dem vor allem die Indígenas zu leiden hatten. Tausende von Menschen flohen ins benachbarte Ausland, vor allem nach Mexiko. Inzwischen haben Verhandlungen zwischen Regierung und Guerilla zwar zu einem Friedensschluss geführt. Aber der Friedensprozess ist noch immer gefährdet, da die inneren Ursachen der Konflikte - allen voran die extrem ungleiche Verteilung des Landbesitzes - bis heute nicht beseitigt sind.  

Die Organisation
COADAP (Cooperativa Agrícola de Apicultores del Petén)
COADAP ist eine Kooperative von Kleinbauern und -imkern in Santa Elena Flores im Petén, einer Region im Norden Guatemalas. Nur eine 500 km lange, oft unbefahrbare Straße verbindet sie mit der Hauptstadt. In den 60er Jahren brachte die Regierung Kleinbauern, zumeist Maya-Indianer, mit leeren Versprechungen und handfesten Drohungen dazu, sich in dieser unwirtlichen Region niederzulassen. Bereits 1968 wurde von den indigenen Kleinbauern aus Santa Elena Flores die Landwirtschaftsgenossenschaft COADAP gegründet. Ziel dieser Organisation ist es, für die Interessen der Mitglieder einzustehen und sie aus ihrer sozialen und wirtschaftlichen Randstellung zu befreien. Um für die Mitglieder ein besseres Einkommen zu erzielen, vermarktet COADAP seit 1990 den Honig ihrer Mitglieder selbst. Vorher konnten ihn die Imker nur Zwischenhändlern anbieten. Die Kooperative hilft auch, Menge und Qualität des Honigs zu erhöhen. Sie kann eine bessere Infrastruktur bereitstellen wie z.B. ein Lagerhaus, Telefon- und Faxanschluss sowie Ausbildungskurse für die Imker organisieren. Doch COADAP leistet noch mehr: Seit 1993 arbeitet die Genossenschaft eng mit Organisationen zusammen, die sich für den Erhalt des Primärwaldes einsetzen bzw. wieder aufforsten. Die gepa bezieht seit 1998 Honig von COADAP, und zwar über unsere Schwesterorganisation claro in der Schweiz.  

Die Produzenten
Die Kooperative hat zur Zeit 40 Mitglieder, mehrheitlich Mayas von der Pazifikküste. COADAP hat Mitglieder im ganzen Departement, doch die meisten leben in verstreuten Dörfern in der näheren Umgebung von Santa Elena Flores. In der Regel sorgen sie als Kleinbauern für ihren Eigenbedarf. Eine Familie hat durchschnittlich 6 Mitglieder. Die Bienenzucht wird individuell betrieben, doch gewisse Aktivitäten - so das Kaltschleudern des Honigs - werden gemeinsam durchgeführt. Der Honigverkauf stellt für rund die Hälfte der Mitglieder die einzige Möglichkeit dar, Bargeld zu verdienen. Andere Agrarprodukte werden, wenn überhaupt, im Tauschhandel veräußert. Einige Mitglieder bestreiten ihren Lebensunterhalt überwiegend als Lohnarbeiter, einer ist Schreinermeister. COADAP bietet den Imkern einen höheren Preis als die drei Honig-Großeinkäufer in Santa Elena Flores. Für die Produktion eines Quintals Honig (46 kg) muß der Imker mit Kosten von durchschnittlich 85 Quetzales rechnen, ohne die eigene Arbeitszeit. Für ein Quintal Honig erhielten die Kooperativen-Mitglieder z.B. 1996 230 Quetzales, während die Zwischenhändler nur 210 boten. Bei einer durchschnittlichen Produktion von 34 Quintals Honig verdienen die Imker bei COADAP in diesem Fall 680 Quetzales mehr als im Zwischenhandel. Allerdings bezahlt der Zwischenhändler sofort den vollen Preis, während die Kooperative aufgrund ihrer zur Zeit noch geringen eigenen Finanzmittel bei der Lieferung erst nur 70 % des Preises bar bezahlen kann und der Rest zwei Monate später folgt. Aufgrund der allgemeinen Honigknappheit 1996 ist der Honigpreis, den die Mitglieder von COADAP erhalten, auf 380 Quetzales / Quintal gestiegen. Nach Möglichkeit erhalten die COADAP-Mitglieder (finanzielle) Hilfe bei besonderen Ereignissen wie z.B. die Übernahme der hohen Beerdigungskosten anlässlich der Ermordung eines Imkers 1994 und kostenlose Ausbildungskurse.  

Produktion und Vermarktung
Die Bienenstöcke liegen oft weit entfernt von den Dörfern im unwegsamen Urwald. Die Mitglieder haben zwischen 20 und 50 Bienenstöcke, die sie oft nur zu Fuß erreichen können. Die COADAP-Mitglieder sind erfahrene Imker, die aufgrund ihrer hervorragenden Technik eine hohe Produktivität und Qualität erreichen, d.h. rund 40 kg Honig pro Stock. Nach der Ablieferung des Honigs übernimmt COADAP die strenge Qualitätskontrolle (Feuchtigkeit, Geschmack u.ä.) und schickt Muster des Honigs an die nationale Kontrollinstanz ICAITI. Insgesamt exportierte die Kooperative 1996 2 Container, etwa 40 t Honig, an claro / Schweiz.
 

391 APICOOP Chile   Honigsorte: Valdivia

Land: Amerika - Chile
Produkt: Honig

Das Land in Stichworten
Chile gilt in Lateinamerika als das Musterland des Neoliberalismus. Nirgends sonst konnte das Modell der ‘Chicago-Boys’ (benannt nach dem Chicagoer Wirtschaftswissenschaftler Milton Friedmann) so konsequent in die Praxis umgesetzt werden. Begünstigt wurde diese Entwicklung durch die Jahre der Pinochet-Diktatur, unter der sämtliche oppositionellen Kräfte ausgeschaltet und grausam verfolgt wurden. Die demokratisch gewählte Regierung unter Präsident Frei hatte zwar wenige Monate nach Regierungsantritt einen ‘Nationalen Rat zur Bekämpfung der Armut’ ins Leben gerufen, was aber bisher nichts an der Schere zwischen Arm und Reich hat ändern können. Die Lebensbedingungen der Menschen sind so unterschiedlich wie die Geographie des langgestreckten Andenstaates. Einer relativ kleinen Oberschicht steht ein Drittel Chilenen gegenüber, die unter ärmlichen oder sogar elenden Bedingungen leben. Der erhoffte ‘Trickle-Down-Effekt’, nach dem auch die Ärmsten von dem nach wie vor anhaltenden chilenischen Wirtschaftsboom profitieren sollen, ist nicht eingetreten.

Die Organisation
Cooperativa Campesina Apícola Valdivia (APICOOP)
APICOOP ist hervorgegangen aus dem Bienenzucht-Projekt des Bistums Valdivia, das sich die Förderung der ländlichen Entwicklung zum Ziel gesetzt hat. Die kirchliche Trägerschaft war besonders wichtig in der Zeit der Militärdiktatur, als Selbsthilfegruppen, Gewerkschaften und Bauernorganisationen verfolgt wurden und viele der bis dahin von diesen Organisationen getragenen Aktivitäten nur unter dem Dach der Kirche überhaupt noch möglich waren. Auch nach dem Sturz des Pinochet-Regimes blieb in den ländlichen Gemeinden das Thema Organisation noch lange mit Angst verbunden - die lange Zeit der Unterdrückung hatte ihre Spuren hinterlassen. Besonders die Angehörigen der Mapuche - der chilenischen Ureinwohner - blieben misstrauisch, hatten sie doch bisher von Organisationen nichts Gutes erfahren. Ein wichtiges Anliegen des Bienenzucht-Projektes war daher die Förderung demokratischer Strukturen, von Mitbestimmung der Produzenten und Zusammenarbeit auf Gemeindeebene. 1998 wurde die unabhängige Imkereigenossenschaft APICOOP gegründet. Das Bienenzuchtprogramm startete die Organisation 1982 mit Unterstützung von Misereor, später kam als weiteres Element die Vermarktung hinzu. Heute genießt  APICOOP großes Vertrauen in den beteiligten Gemeinden. Regelmäßig treffen sich die gewählten Vertreter der Bauern (‘consejo campesino’), diskutieren über den Kauf von Material aus einem gemeinsamen Fonds, notwendige Investitionen und den Honigpreis. Einmal im Jahr findet eine Vollversammlung der Imker statt, auf der Rechenschaft abgelegt wird.  

Die Produzenten
Mailhue ist eine für APICOOP typische Gemeinde. Hier wohnen etwa 100 Familien, die überwiegend zum Volk der Mapuche gehören. Mapudungu, die Sprache der Mapuche, wird allerdings kaum noch gesprochen. Schon die Häuser weisen darauf hin, dass der wirtschaftliche Aufschwung Chiles die ländlichen Regionen und insbesondere die indigenen Gemeinden kaum erreicht hat. Es gibt keine Elektrizität im Dorf. Die Kinder besuchen die Schule meist nur bis zum dritten Schuljahr. Und viele Jugendliche wandern zumindest zeitweilig in die Städte ab, weil es im Dorf keine Verdienstmöglichkeiten für sie gibt. Jede Familie bewirtschaftet durchschnittlich drei Hektar Land, fast ausschließlich zur Eigenversorgung. Angebaut werden Kartoffeln, Weizen, Ackerbohnen und Gemüse, außerdem werden Schafe, Hühner oder Gänse gehalten. Einige Familien besitzen wenige Milchkühe für die Milch- und Fleischversorgung, vor allem aber als ‘Sparkasse’ für Notzeiten. Weil das Einkommen aus der Landwirtschaft nicht reicht, arbeiten viele Familienväter auch außerhalb, vor allem in den großen Waldgütern in der Umgebung und in Sägewerken. Bevor das Bienenzucht-Projekt 1982 in dieser Gemeinde die Arbeit aufnahm, gab es hier keine Bienenzucht. Inzwischen haben acht Familien, die an dem Programm teilnehmen, einen regelmäßigen Zusatzverdienst durch die Imkerei; weitere Familien haben ihr Interesse angemeldet.  

Produktion und Vermarktung
Der Einstieg in die Bienenzucht beginnt damit, dass APICOOP dem Bauern zehn Bienenstöcke und -völker auf Kreditbasis übergibt. Dieser Kredit muss dann innerhalb von sieben Jahren zurück gezahlt werden, und zwar je übergebenem Bienenstock in 80 kg Honig, ½ kg Bienenwachs und einem Bienenvolk. Wenn die ersten Jahre erfolgreich verlaufen sind, kann der Imker weitere Bienenstöcke und -völker bekommen. Einsteiger in das Bienenzuchtprogramm erhalten in den ersten drei Jahren kostenlose Beratung durch Agrartechniker; nach dieser Zeit beteiligen sich die Bauern mit Honiglieferungen an den Beratungskosten. Insgesamt nehmen etwa 130 Imker an dem Programm teil. Jeder von ihnen besitzt durchschnittlich 25 Bienenstöcke und produziert etwa 20 bis 30 kg Honig pro Stock und Jahr. 1987 fand der erste Export an die gepa statt. Da die wachsende Nachfrage nicht allein von den von APICOOP betreuten Bauern gedeckt werden konnte, wurden bereits ein Jahr später auch andere Organisationen von Kleinimkern eingeladen, sich am Export zu beteiligen.
Einmal im Jahr treffen sich alle beteiligten Organisationen und diskutieren die anstehenden Entscheidungen. Ein gemeinsam beschlossener Kriterienkatalog regelt die Voraussetzungen für die Teilnahme am Export und zieht eine klare Trennungslinie zu kommerziellen Exporteuren. Wie alle Honige der gepa, ist Honig von APICOOP kalt geschleudert und naturbelassen. Er wird in der Verarbeitungsanlage der Organisation in Paillaco gereinigt und schonend in Fässer gefüllt. APICOOP bezahlt die Bauern Ende Februar, direkt nach der Sammlung des Honigs. Der Preis für die einzelnen Produzenten liegt bis zu 40 % über dem auf dem lokalen Markt üblichen. Von dem durchschnittlichen Exporterlös behält die Organisation eine Marge ein, die etwas über den zu erwartenden Kosten für Sammlung, Verarbeitung und Exportabwicklung liegt. Am Ende des Jahres wird dann abgerechnet und die Vollversammlung entscheidet über die Verwendung des Überschusses.
 

V 601 Flor de Campanilla Mexiko  Honigsorte: Bio Campanilla

Land: Amerika - Mexiko
Produkt: Honig

Das Land in Stichworten
Mexiko ist mit einer Fläche von 1,98 Mio. km² etwa fünfeinhalbmal so groß wie Deutschland und nach Brasilien und Argentinien das drittgrößte Land Lateinamerikas. Das Land hat zahlreiche Rohstoffbooms durchlebt, die alle Ruinen kurzlebiger Wirtschaftsblüten hinterließen. Mexiko vermag weder die notwendigen Kapitalgüter und Technologien selbst herzustellen noch genügend Grundnahrungsmittel zu produzieren. Durch den Import dieser Wirtschaftsgüter hat das Land extrem hohe Auslandschulden, hinzu kommt eine starke Kapitalflucht. Einkommen und Vermögensverhältnisse sind stark konzentriert; die neoliberalen Bestrebungen zur "Modernisierung" der Wirtschaft führen zur Verarmung breiter Bevölkerungsschichten. Mehr als die Hälfte aller Mexikaner lebt unter dem Existenzminimum, 40 - 50 % der Bevölkerung sind unterernährt. Der Aufstand des zapatistischen Befreiungsheeres EZLN, die Auseinandersetzungen in und um die seit Jahrzehnten herrschende Regierungspartei der "Institutionalisierten Revolution" (PRI), politische Morde im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen 1994 und mehrere Abwertungen der Landeswährung haben die politische und wirtschaftliche Instabilität des Landes in den letzten Jahren verschärft. Aufgrund der Unzufriedenheit mit der Regierungspartei ging die Opposition 1997 gestärkt aus den Wahlen hervor, und die Regierungspartei verlor die absolute Mehrheit im Abgeordnetenhaus. Da alle Seiten dieses Wahlergebnis rasch anerkannt haben, besteht die Hoffnung, dass ein Machtwechsel die politische Stabilität des Landes nicht mehr in Frage stellt.  

Die Organisation
Die 1992 gegründete Imkervereinigung S.C. Productores de Miel "Flor de Campanilla" aus Santiago Pinotepa Nacional im Bundesstaat Oaxaca hat sich zum Ziel gesetzt, durch die Direktvermarktung höhere Gewinne für die Produzenten zu erreichen. Ihren Mitgliedern bietet die Vereinigung "Flor de Campanilla" sowohl Vorfinanzierung, technische Beratung als auch günstige Bienenstöcke an. In ihrem Lagerhaus befindet sich eine eigene kleine Schreinerei, die die Bienenkästen für die Mitglieder kostengünstig herstellt. Für den Transport des Honigs von den Kleinimkern zum zentralen Lagerhaus in Santiago Pinotepa Nacional wurde ein LKW angeschafft, der bei Nichtgebrauch an andere Bauern verliehen wird. Für diesen Service erhält die Vereinigung ca. 25 % des Preises, während mehr als 75 % direkt an die Imker gehen. 1997/98 büßten sie durch die Zerstörung der Bienenstöcke durch den Wirbelsturm "Paulina" etwa die Hälfte ihrer Honigernte ein. Deshalb kommt sowohl der gepa-Mehrpreis als auch der 1998 bezahlte Sonderaufschlag von ca. 2.500 US$ den Wiederaufbauarbeiten der Imker zugute. Die gepa importiert seit 1998 Honig aus ökologischer Produktion.  

Die Produzenten
"Flor de Campanilla" hat zur Zeit 33 Mitglieder. Sie bauen auf ihrem Land sowohl Mais, Bohnen, Früchte und Kürbisse für den Eigenverbrauch als auch Sesam und Hibiskus für den lokalen Markt an. Unter den Mitgliedern sind 2 Frauen, die ebenfalls Bienen züchten. Jedes Mitglied hat im Durchschnitt 57 Bienenstöcke, denn die Honigproduktion deckt ca. 80 % ihres Geldeinkommens ab und ist daher von großer Bedeutung für die Bauern. Sie arbeiten außerdem noch als Schreiner oder Maurer oder verkaufen Ziegelsteine, um etwas Geld dazu zu verdienen. Die Mitglieder erhalten zu Beginn der Honigernte 12 Pesos pro Kilogramm Honig als Vorauszahlung und den restlichen Betrag, wenn der Honig von der Vereinigung verkauft worden ist. Als Kredit können sie darüber hinaus bis zu 4 Pesos pro Kilogramm bekommen, wenn die Mitgliederversammlung zustimmt. Als Grundlage dafür dient die geschätzte Menge der Honigproduktion des Mitglieds.  

Produktion und Vermarktung
Auf einer Höhe von 150 m wird der Honig von "Flor de Campanilla" produziert. Bereits vor 20 Jahren begannen die Mitglieder der Vereinigung mit der Imkerei. Um die Umwelt noch besser zu schützen, beschlossen diese erfahrenen Imker dann, ihre Honigproduktion auf eine ökologische Produktion umzustellen. Honige aus kontrolliert ökologischer Produktion müssen den strengen Anbau- und Kontrollrichtlinien von Naturland entsprechen. Die Einhaltung dieser Verarbeitungsrichtlinien wird durch regelmäßige Inspektion der Bienenstöcke und der gesamten Verarbeitungskette durch das unabhängige Institut für Marktökologie (IMO) geprüft. Bei der ökologischen Honigproduktion dürfen u.a. die Bienenstöcke nicht in der Nähe von konventionell bewirtschafteten Flächen stehen; der Mindestabstand muss 3 km betragen. Weiter entfernen sich die Bienen zur Honigsuche normalerweise nicht vom Stock. Die Bienen dürfen zudem nur mit Honig gefüttert werden und nicht - wie sonst üblich - mit Zucker. Im Bienenstock dürfen selbstverständlich keine konventionellen Bienenbehandlungsmittel verwendet werden. Die Erntezeit ist zwischen November und März, wobei in einem Bienenstock durchschnittlich 45 kg Honig produziert werden. Nachdem der Honig auf dem LKW ins zentrale Lager transportiert wurde, wird von der Vereinigung die Qualitätskontrolle durchgeführt. Dabei wird nicht nur auf Gewicht, Feuchtigkeitsgehalt und Farbe geachtet, sondern im Labor wird der Honig z.B. auch auf Rückstände untersucht.
 

509 V Kabi Tah Mexiko  Honigsorte: Lacandona

Land: Amerika - Mexiko
Produkt: Honig

Das Land in Stichworten
Mexiko ist mit einer Fläche von 1,98 Mio. km² etwa fünfeinhalbmal so groß wie Deutschland und nach Brasilien und Argentinien das drittgrößte Land Lateinamerikas. Das Land hat zahlreiche Rohstoffbooms durchlebt, die alle Ruinen kurzlebiger Wirtschaftsblüten hinterließen. Mexiko vermag weder die notwendigen Kapitalgüter und Technologien selbst herzustellen, noch genügend Grundnahrungsmittel zu produzieren. Durch den Import dieser Wirtschaftsgüter hat das Land extrem hohe Auslandsschulden, hinzu kommt eine starke Kapitalflucht. Einkommen und Vermögensverhältnisse sind stark konzentriert; die neoliberalen Bestrebungen zur "Modernisierung" der Wirtschaft führen zur Verarmung breiter Bevölkerungsschichten. Mehr als die Hälfte aller Mexikaner lebt heute unter dem Existenzminimum; 40 - 50 % der Bevölkerung sind unterernährt. Der Aufstand des zapatistischen Befreiungsheeres EZLN, die Auseinandersetzungen in der und um die seit Jahrzehnten herrschende Regierungspartei der "Institutionalisierten Revolution", politische Morde im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen 1994 und mehrere Abwertungen der Landeswährung haben die politische und wirtschaftliche Instabilität des Landes in den letzten Jahren verschärft.  

Die Organisation
Die 1992 gegründete Imkergenossenschaft Kabi Tah hat ihren Sitz in dem mexikanischen Bundesstaat Campeche auf der Halbinsel Yucatan. Der Name stammt aus der Mayasprache und bedeutet ‘Blumenhonig’. Die sechs leitenden Personen werden alle drei Jahre von der Produzentenvollversammlung gewählt. Einmal im Monat treffen sich die gewählten Vertreter aus den 16 Mitgliedsgemeinden. Ein neues Mitglied wird zunächst für ein Jahr zur Probe aufgenommen; nach dem Probejahr hat es Anspruch auf Gewinnausschüttung. Zu den Pflichten der Mitglieder gehören u.a. die Teilnahme an den Versammlungen, eine bestimmte Anzahl von Arbeitsstunden für Gemeinschaftsprojekte und das Verbot, einer konkurrierenden Organisation anzugehören. Kabi Tah arbeitet eng mit der Nichtregierungsorganisation EDUCE zusammen, die sie bei der Produktion und der Exportabwicklung unterstützt.  

Die Produzenten
Die meisten Mitglieder leben in Hopelchén, dem größten und gleichzeitig ärmsten Bezirk des Bundesstaates. Als Nachfahren der Maya, einst ein bedeutendes Volk mit großen wissenschaftlichen und künstlerischen Leistungen, gehören sie heute zu den wirtschaftlich benachteiligten und oft auch politisch diskriminierten Bevölkerungsschichten, die im Konzept des ‘modernen’ Mexiko keinen Platz haben. Die agrarindustrielle Ausbeutung der Böden hat nicht nur das komplexe Ökosystem der Wälder schwer geschädigt, sondern als Folge davon auch viele der indigenen Bauern gezwungen, von ihrer traditionellen Lebensweise als Subsistenzbauern abzuweichen. Die Honigproduktion hat vor diesem Hintergrund nicht nur Bedeutung als Einkommensquelle für die Campesinos, sondern auch als Schutz der natürlichen Umgebung: Während andere Aktivitäten wie z.B. Viehzucht, monokultureller Anbau u.ä. die Zerstörung der ursprünglichen Vegetation voraussetzen, verlangt die Bienenzucht deren Erhaltung. Dieser Zusammenhang ist den Mitgliedern zunehmend bewusst, zumal ihre Organisation den ökologischen Gedanken gezielt fördert. Die meisten Bauern verwenden auf ihren Feldern keine Agrochemie; bei der Schädlingsbekämpfung an den Bienenstöcken ist Chemie ganz tabu.  

Produktion und Vermarktung
Die Imkerfamilien haben im Schnitt 30 bis 40 Bienenstöcke. Es gibt bis zu sechs Ernten im Jahr, wobei Februar, März, Mai und Juni die wichtigsten Monate sind. Der mehrblütige Honig galt schon in der traditionellen Mayakultur als wertvolles Lebensmittel und spielt auch heute noch eine wichtige Rolle in der lokalen Wirtschaft. Yucatan ist das bedeutendste Honiggebiet von ganz Mexiko; 95 % der Produktion gehen in den Export, der von einer Handvoll großer Zwischenhändler dominiert wird. Bei Kabi Tah erhalten die Bauern einen Preis, der über dem der Zwischenhändler liegt. Die ersten Exporte in die USA und nach Europa wickelte die Organisation 1993 ab.

 

Unser Honigsortiment aus vielen Ländern

 

 

NEUHEIT
Orangenblüten

Mexiko
Sortenreiner Trachtenhonig, zartsüß und blumig frisch mit feiner Zitrusnote
350 g

 

NEUHEIT
Mexiko
cremiger Blütenhonig aus dem Urwald von Lacandona, aus dem Hochland von Oaxaca und vom Fuße des Vulkans Popocatepetl, ausgewogene Würze
500 g

 

NEUHEIT
Mexiko
flüssiger Blütenhonig aus dem Urwald von Lacandona, aus dem Hochland von Oaxaca und vom Fuße des Vulkans Popocatepetl, ausgewogene Würze
500 g

  

NEUHEIT
Wildblütenhonig

cremig, mildwürzige Mischung aus dem Nektar lateinamerikanischer Wildblüten , als süßer Brotaufstrich und zum Verfeinern von Getränken, Gebäck oder Desserts gut geignet
500 g

 

NEUHEIT
Wildblütenhonig

cremig, mildwürzige Mischung aus dem Nektar lateinamerikanischer Wildblüten , als süßer Brotaufstrich und zum Verfeinern von Getränken, Gebäck oder Desserts gut geignet
 250 g

 


NEUHEIT
Honig Trio Spezialitäten

Sortenrein, drei kleine Einheiten a 125 g, Orangenblüten, Acahula Blüten, Eukalyptus Honig
 375 g    

 

Brotaufstriche

 

 

 

Bio Cocoba Nuss Nougat Créme   * BIO-Produkt *

Paraguay, Dom. Republik
Crémiger Nuss-Nougat Brotaufstrich mit lecker schokoladigem Geschmack
 Menge: 400 g     

 
 

Erdnusscreme Crunchy, mit Erdnussstückchen

Malawi, Nicaragua
Ein herzhafter Brotaufstrich als Ergänzung zum Cocoba Nuss-Nougat-Creme und den Fruchtaufstrichen
Menge: 350 g     


 

 

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Bioland-Honig aus Deutschland -  Warum Honig aus der Bioland-Imkerei etwas Besonderes ist

Honig – ein von natur aus lebendiges und vielfältiges Lebensmittel

Das älteste Nutztier des Menschen ist die Honigbiene. Schon in der Frühzeit wurden wild lebende Bienenvölker genutzt und der Honig wegen seines süßen Geschmacks und Gesundheitswertes geschätzt. Mit Beginn der Frühjahrs­blüte sammeln die Bienen den Nektar blühender Pflanzen und bereiten daraus Blütenhonig. Später finden sie außerdem Honigtau an den Blättern und Nadeln der Bäume, der von Blattläusen dort abgesetzt wird – dann entsteht Waldhonig.
Honig wird als Schleuderhonig im Glas angeboten oder als Scheiben- oder Wabenhonig in der Form, wie die Bienen ihn eingetragen haben. Honig und besonders das ihn umgebende Wachs enthalten auch Pollen und Propolis. Pollen, der Blütenstaub, ist die Eiweiß- und Vitaminnahrung der Bienen. Propolis, das Harz junger Blattknospen, sammeln Bienen als Baustoff und – wegen der antibakteriellen Wirkung – zur Reinhaltung ihres Stockes.
Die im Honig überwiegenden Zuckerformen sind Trauben- und Fruchtzucker. Daneben enthält er auch organische Säuren und zahlreiche Fermente (Enzyme). Die natürliche Vielfalt seiner Inhaltsstoffe macht Honig zu einem lebendigen Lebensmittel, dem oft gesundheitsfördernde und sogar heilende Wirkung zugesprochen wird.

Bioland-Imkerei – naturnah und bienengerecht

Die Honigbiene ist bis heute weitgehend ein Wildtier geblieben. Wenig Einfluss haben wir darauf, wo die Bienen hinfliegen. Aber als Imker können wir die Qualität der Bienenprodukte entscheidend beeinflussen. Bioland-Bienen wohnen in einer gesunden Beute aus Holz, Lehm oder Stroh, die mit Naturfarben geschützt wird.
Großen Wert legen wir auf eine ständige Erneuerung des Bienenwachses, das unsere Bienen im Naturwabenbau selbst erzeugen. Denn besonders seit die Varroamilbe aus Asien eingeschleppt wurde, sind die Bienenvölker auf imkerliche Schutzmaßnahmen angewiesen. Dafür kommen bei uns nur Ameisen- und Milchsäure, die auch als natürliche Inhaltsstoffe im Honig vorkommen, zur Anwendung. Nicht aber fettlösliche und rückstandsbildende Medikamente. Denn im Wachs werden fettlösliche Stoffe leicht gespeichert und können so in den eingelagerten Honig gelangen. Die Bewahrung der natürlichen Reinheit des Bienenwachses ist die Grundlage unserer Imkerei. Bei jeder Honigernte belassen wir den Bienen einen Teil ihres eingelagerten Honigvorrates, der nur für die Überwinterung durch eine Zuckerzufütterung ergänzt wird.

Bioland - glaubwürdig durch konsequente Richtlinien

Bereits 1971 gegründet, ist Bioland heute der größte deutsche Anbieter des ökologischen Landbaus.  Bioland steht für die Landwirtschaft der Zukunft. Denn der ökologische Landbau sorgt für eine gesunde Ernährung der Menschen, schützt Boden und Wasser und erhält unsere Umwelt in ihrer Vielfalt an Pflanzen und Tieren.
Seit 1994 gibt es auch Richtlinien für die Bioland-Bienenhaltung. Durch eine naturgemäße Erzeugung und schonende Behandlung des Honigs gewährleisten unsere Bioland-Imker höchste Produktqualität. Nur im Bienenvolk ausgereifter Honig wird geschleudert und werterhaltend ohne Wärmeschädigung abgefüllt. Seine Fähigkeit zur Kristallisation ist ein besonderes Qualitätsmerkmal. Durch Rühren vor dem Abfüllen erhält der Honig eine cremige Konsistenz.
Nur Honig und Bienenprodukte, die nach den strengen Bioland-Richtlinien erzeugt und regelmäßig kontrolliert werden, können mit dem Hinweis aus „Bioland-Imkerei” versehen werden.

Honigideen und Rezepte

Die geschmackliche Vielfalt der verschiedenen Honigsorten deutet bereits die abwechslungsreichen Verwendungsmöglichkeiten in der Küche an. Mit ein wenig Phantasie können Sie beinahe jedes Rezept mit Honig bereichern. Nicht nur Desserts und Gebäck, auch Saucen und herzhaften Gemüse- und Fleischgerichten verleiht Honig eine feine Note. Lindenblütenhonig überrascht im Obstsalat mit seinem minzigen Geschmack. Der würzig herbe Honig der Edelkastanie gibt geschmortem Braten (z. B. Entenbraten) einen pikanten Pfiff. Die wärmeempfindlichen Wirkstoffe werden geschont, wenn Sie Honig erst zum Schluss beifügen. Ein bereits kandierter Honig von cremiger Konsistenz lässt sich leicht verflüssigen: Erst den Honig mit ein paar Tropfen Flüssigkeit anrühren, dann weiterverarbeiten.

Honigwaffeln
Zutaten: 200 g Weizenvollkornmehl, 2 Eier, 25 g Butter, 1/2 1 Vollmilch, 1 TL weinstein­saures Backpulver, 3 EL Honig, 75 g gemahlene Mandeln.
Die Butter zerlassen, die Zutaten zu einem Teig glatt rühren. Die Waffeln goldgelb ausbacken. Nach Belieben mit verschiedenen Honigsorten bestreichen, z. B. Sommerblütenhonig und Waldhonig.
Oder 1 TL Honig mit 2 Tropfen Wasser glatt rühren, unter steif geschlagene Sahne heben und auf die Waffeln füllen.

Salatsauce
 
Zutaten: 3 EL kaltgepresstes Öl, 2 EL Essig, 3 EL Joghurt oder saure Sahne, 1 EL Honig, Pfeffer, Salz und beliebig Senf, Kräuter Zuerst den Honig mit ganz wenig Flüssigkeit anrühren, dann mit den übrigen Zutaten mischen.

Die natürliche Honigvielfalt erleben und genießen
 
Die Jahreszeit und die regionale Pflanzenwelt prägen die entstehende Honigsorte und ihr charakteristisches Aroma. In einer von Schlehen und Kirschbäumen geprägten Landschaft entsteht ein Frühjahrsblütenhonig, der sich durch ein feines marzipanartiges Steinobstaroma auszeichnet. Liegen Wiesen und Weiden im Flugbereich der Bienen, so finden wir in diesem Honig das markante Aroma gelber Löwenzahnblüten.
Mischblütenhonig nennt man einen Honig, der von den Bienen aus verschiedenen Nektarquellen eingetragen wird (z. B. Sommerblütenhonig). Fliegen die Bienen überwiegend eine Trachtpflanzenart an, so wird ein Sortenhonig geschleudert (z. B. Raps-, Tannenhonig). Wanderimkereien wandern mit ihren Bienenvölkern gezielt bestimmte Trachtgebiete an, um über ihren Heimatstandort hinaus weitere Honigsorten ernten zu können.


Ökologische Imkerei nach Bioland-Richtlinien  aus www.bioland.de  

Die Arbeitsweise des Imkers ist maßgeblich für die Honigqualität

Unsere Bioland-Imker verfolgen von Anfang das Ziel, neben einer artgerechten Bienenhaltung Honig ohne bedenkliche Tierarzneimittel-Rückstände zu erzeugen. Da die Biene bis heute weitgehend ein Wildtier geblieben ist, können Imker den Flug der Bienen kaum steuern. Die Bienen leben in der von uns Menschen geprägten Umwelt. Dennoch können unsere Imker durch ihre Arbeitsweise die Qualität der Bienenprodukte entscheidend beeinflussen.

Natürliche "Bienenwohnung"

Die Bienen wohnen in einer natürlichen Beute aus Holz, Stroh oder Lehm. Für den Wetterschutz dürfen nur Naturfarben ohne Holzschutzmittel verwendet werden. Beuten aus Kunststoff sind aus Sicht der Nachhaltigkeit verboten.

Natürliche Reinheit des Wachses als Grundlage der Imkerei

Mit dem Bienenwachs hat die Natur einen genialen Baustoff für die Kinderstube der Bienen und als natürlich Vorratskammer für den Honig geschaffen. Die Reinheit des Bienenwachses wirkt sich unmittelbar auf die Reinheit des Honigs aus. Daher steht die Bewahrung der natürlichen Reinheit des Bienenwachses an erster Stelle. Die Bioland-Imker fördern den natürlichen Wabenbau der Bienen, setzen keine chemotherapeutischen Mittel zur Wachsmottenbekämpfung ein und entfernen älteres Wachs konsequent aus der Imkerei. Synthetisches Wachs oder auch der Einsatz von Kunststoff für den Wabenbau ist nicht erlaubt.

Keine herkömmlichen chemisch-synthetischen Medikamente

Seit die Varroamilbe aus Asien eingeschleppt wurde, sind die Bienenvölker auf imkerliche Schutzmassnahmen angewiesen. Dafür sind bei Bioland ausschließlich organische Säuren, die auch als natürliche Inhaltsstoffe im Honig vorkommen, erlaubt. Selbstverständlich geschieht dies außerhalb der Honigsammelzeit. Wegen der Gefahr der Rückstandsbildung in Wachs und Honig sind herkömmliche chemisch-synthetische Medikamente, wie sie in der internationalen Imkerei üblich sind, generell ausgeschlossen.

Konsequentes ökologisches Handeln

Bei jeder Honigernte überlassen unsere Imker den Bienen einen Teil ihres Honigs. Für eine gute Überwinterung der Bienen ist dennoch eine Ergänzung des Vorrates mit Zucker notwendig - selbstverständlich ausschließlich in Bioqualität.

Naturbelassener Honig von bester Qualität

Im Honig spiegelt sich die geschmackliche Vielfalt der Natur und der verschiedenen Regionen wider:
Das Frühjahr mischt einen bunten Honig-Cocktail u.a. mit Löwenzahn, Wiesenblumen, Schlehen, Raps und Obstblüten. Der ausklingende Frühling bringt milden Akazienhonig hervor. Der Sommer beschert uns fruchtige Sommertrachten, darunter Himbeere, Brombeere, Kornblumen und Klee. Danach kommt der würzige Waldhonig, der seltene Weißtannenhonig und der herausragende Heidehonig.

Die Qualitätskriterien für Bioland-Honig gehen deutlich über die gesetzlichen Bestimmungen für Honig hinaus. Um die wertvollen Inhaltstoffe, die feinen Aromen und insbesondere die wärmeempfindlichen Enzyme naturbelassen zu erhalten, wird der Honig  - bis zur Abfüllung ins Mehrweg-Glas -  sehr schonend verarbeitet. Die im Honig überwiegenden Zuckerformen sind Trauben- und Fruchtzucker. Daneben enthält er auch organische Säuren und zahlreiche Fermente (Enzyme). Die natürliche Vielfalt seiner Inhaltstoffe macht Honig zu einem lebendigen Lebensmittel, dem oft sogar gesundheitsfördernde und heilende Wirkung zugesprochen wird.

Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser

Bioland überwacht in Zusammenarbeit mit den staatlich zugelassenen Kontrollstellen die Einhaltung der Richtlinien. Ein Kontrolleur nimmt dabei jedes Jahr die Imkerei, Bienen und Beuten sowie die Betriebsbücher vor Ort in Augenschein. Es werden Honig- und Wachsproben entnommen und in unabhängigen Labors untersucht.

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