W e l t s p a r w o c h e

 Faire

  Meine faire Weltsparwoche:

Ich investiere in Fairness!

 

 

 

Ich spare fair!

Mit meiner Geldanlage bei Oikocredit fördere ich faire Kredite an Unternehmen in armen Ländern.

 

Sie investieren mindestens 200 Euro und erhalten eine jährliche Dividende von max. 2%. Eine Rückzahlung ist innerhalb kurzer Zeit möglich. Weitere Informationen und die Unterlagen für Ihre Investition erhalten Sie unter www.oikocredit.de oder bei Oikocredit Förderkreis Baden-Württemberg, Am Kochenhof 7, 70192 Stuttgart, Tel. 0711­245011, Fax 0711‑2362667, e-Mail: oikocredit.bw@t‑online.de

 

 

Investieren in Fairness faire Chancen für alle!

 

Weltweit arbeiten Menschen; um ihren Lebensunterhalt zu sichern und ihr Leben sinnvoll zu gestalten. Sie engagieren sich mit Ideen, Kraft und ihren Fähigkeiten. Menschen in den armen Ländern haben ein Recht auf faire wirtschaftliche Chancen ‑ wie wir.

 

Mittelständische Unternehmen in armen Ländern benötigen bezahlbare Finanzmittel. Faire Kredite sind für sie auf dem freien Markt kaum erhältlich. Die ökumenische Entwicklungsgenossenschaft Oikocredit stellt gerade diesen Unternehmen Darlehen zur Verfügung. Damit werden Arbeitsplätze geschaffen, Frauen gefördert und ökologisches Wirtschaften ermöglicht.

 

Damit die Unternehmen rentable Absatzmöglichkeiten für ihre Produkte finden, sind faire Handelsbeziehungen wichtig. Der Faire Handel der Weltläden ermöglicht den Produzentinnen in den Ländern des Südens langfristige Abnahmeverträge und faire Preise. Die Produzent/innen verabreden soziale und ökologische Standards und investieren in Bildung, Gesundheitsvorsorge und Infrastruktur.

 

Um Armut wirksam zu bekämpfen und eine nachhaltige Entwicklung zu erreichen müssen stabile politische Rahmenbedingungen geschaffen werden. Das Bündnis erlassjahr.de fordert einen fairen Schuldenerlass, der die Staatshaushalte überschuldeter Länder sichert und ihre Zivilgesellschaften stärkt.

 

 

Zum Beispiel in Asien: SPFTC Vermarktungsgenossenschaft , Philippinen

 

Die philippinische Genossenschaft Southern Partners and Fair Trade Corporation (SPFTC) kooperiert mit mehreren Basisorganisationen, die rund 5000 Kleinbauern vertreten. Sie kauft ihnen ‑ zu fairen Preisen ‑Mangos, Bananen und Yam ab, verarbeitet und vermarktet sie. Zurzeit verarbeiten 40 Angestellte, vor allem Frauen, pro Tag 500 kg Mangos zu Püree, Saft, eingelegten Früchten oder Trockenfrüchten.

 

Im Januar 2001 erhielt SPFTC von Oikocredit ein Darlehen über rund 80.000 US‑$. Mit dem Geld konnte die Genossenschaft die Fabrik und die Büros besser ausstatten und einen LKW kaufen. Die effiziente neue Trockenanlage ist noch lange nicht ausgelastet, und es gibt viele Menschen, die dringend nach Arbeit suchen. "Wenn wir mehr Abnehmer finden, können wir die Produktion problemlos ausweiten", so Geraldine Labradores, Managerin bei SPFTC. "Aber es ist für uns sehr schwer, auf den lokalen Markt zu kommen. Er wird von großen, meist ausländischen Konzernen dominiert, die ihre Waren auf Kosten der Bauern billig verkaufen. Fair bezahlte Produkte kann sich kaum ein Einheimischer leisten." Deshalb bemüht sich SPFTC verstärkt um eine Vermarktung in Europa.

 

SPFTC kümmert sich nicht nur um professionelle Verarbeitung und Vermarktung der Früchte, sondern verbessert auch die langfristigen Anbaubedingungen der Farmer. Bisher genügen die Erzeugnisse von SPTFC nicht den strengen Kriterien des Bioanbaus, aber die Bauern benutzen viel weniger Chemie als früher. Ein Schritt mehr zu einer nachhaltigen Entwicklung.

 

Zum Beispiel in Südamerika: EI Ceibo, Kakaogenossenschaft, Bolivien

 

 

EI Ceibo ist ein Zusammenschluss von 37 Basis‑Genossenschaften, denen ca. 1.800 Bauern angehören. Der Ceibo ist ein Urwaldbaum und ein Symbol für Hoffnung und Stärke. Die Menschen im bolivianischen Amazonasbecken erzählen, dass ein Stück Holz von einem gefällten Ceibo nach kurzer Zeit Sprösslinge treibt: ein neuer Baum beginnt zu wachsen.

 

Hoffnung und Stärke brauchten die Kleinbauern, als sie 1977 die Genossenschaft EI Ceibo gründeten. Heute kann die Genossenschaft stolz auf bemerkenswerte Erfolge hinweisen, die nicht zuletzt durch die Zusammenarbeit mit Entwicklungsorganisationen (u.a. DED und Brot für die Welt) und mit dem Fairen Handel möglich wurden. Ein Großteil des Kakaos wird ökologisch angebaut; schrittweise kommen weitere Bio-Flächen hinzu. EI Ceibo verfügt über eine Verarbeitungsanlage in der Nähe von La Paz, in der etwa 30 Menschen beschäftigt sind. So verarbeitet EI Ceibo als weltweit wohl erste Produzentengenossenschaft den Kakao selber weiter zu Kakaobutter und Kakaopulver. Neben dem Export dieser Halbfertigprodukte nach Europa hat EI Ceibo begonnen, Fertigwaren für den bolivianischen Markt zu produzieren.

 

EI Ceibo hat 1987 ein erstes Darlehen über 100.000 US‑$ von Oikocredit erhalten, das inzwischen zurückgezahlt ist. 1997 brauchte EI Ceibo ein weiteres Darlehen über 250.000 US‑$ als Arbeitskapital, d.h. für den Ankauf von Kakao. Das Darlehen hat eine Laufzeit von 10 Jahren und einen Zinssatz von 9 %. Ein vergleichbares Darlehen bei einer lokalen Bank wäre mehr als doppelt so teuer.

 

Fair finanziert und fair gehandelt: Sie können EI Ceibo-Kakaoprodukte in Ihrem Weltladen kaufen!

 

 

Zum Beispiel in Afrika: Dezign Inc., Textilunternehmen, Simbabwe

 

Die Textildruckfirma Dezign Inc. in Harare wurde mit dem Ziel gegründet, zur Schaffung einer gerechteren Wirtschaftsordnung beizutragen. Ihre Gründer kamen aus Südafrika, wo sie unter der Politik der weißen Minderheitsregierung gelitten hatten, und suchten neue Perspektiven in Simbabwe. Diese realisieren sich heute in fairen Löhnen und Sozialleistungen für die Beschäftigten, umweltfreundlichen Produktionsverfahren und der Förderung afrikanischer Kultur. Die Muster, mit denen die Textilien bedruckt werden, werden von etwa 30 Künstlerinnen aus dem ganzen südlichen Afrika entworfen und sind traditionellen Motiven nachempfunden.

 

Aus den bescheidenen Anfängen 1987 entwickelten sich ein Erfolg versprechendes Textildruckunternehmen und eine Druckerei für Papierwaren, die Postkarten, Geschenkpapier u.a. aus 100% Altpapier herstellt. Heute beschäftigt Dezign 200 Menschen, Frauen und Männer, Schwarze und Weiße, die alle gleichberechtigt zusammenarbeiten. Über Fair-­Handelsorganisationen verkauft Dezign seine Produkte auch in Deutschland.

 

Dezign erhielt 1995 von Oikocredit ein Darlehen von 165.000 US‑$ zu 9% Zinsen und mit dreijähriger Laufzeit. Das Darlehen dient der Erhöhung des Arbeitskapitals und dem Ankauf von Maschinen, mit denen Dezign selbst T‑Shirts herstellen kann. Die Ausweitung der Produktion hat ca. 50 neue Arbeitsplätze geschaffen und die Gewinnmöglichkeiten des Unternehmens vergrößert.